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Entdecke Brasilien!

Das Land der Fussball-WM 2014
liegt voll im Trend

Traumstrand Copacabana in Rio de Janeira, Brasilien

Brasilien ist das fünftgrößte Land unserer Erde. Fast 25-mal so gross wie Deutschland nimmt es fast genau die Hälfte des südamerikanischen Kontinents ein.

Alles in diesem Land ist riesig. Hier gibt es die letzten grossen Regenwälder, die entscheidend auch für das Klima bei uns in Europa sind. Hier fliesst der mächtigste und mit fast 6.500 Kilometern auch längste Strom der Erde, der Amazonas (vielleicht ist er auch nur zweitlängste nach dem Nil in Ägypten

Der Amazonas ist so breit, dass man manchmal nicht von einem zum anderen Ufer sehen kann. Im Mündungsgebiet diese unfassbaren Stromes liegt z.B. die Insel Marajó - die grösste Flussinsel der Welt - mit einer Landfläche, die grösser ist, als die Schweiz! Der Amazonas ist noch fast 2000 Kilometer flussaufwärts für grosse Schiffe befahrbar - Manaus ist wohl die am weitesten im Inneren eines Kontinents gelegene Stadt, die von Überseeschiffen angelaufen wird.

Moderne und Rückständigkeit sind in diesem Land vereinigt: In den Regenwäldern leben noch Indianervölker, die fast keinen Kontakt zur sog. Zivilisation hatten - vielleicht gibt es noch Menschengruppen, die tatsächlich noch nie mit Weissen zusammengetroffen sind. Zumindest glaubt man, in den Wäldern an der Grenze zu Peru solche indigenen Völker entdeckt zu haben.

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Ähnlich wie in Mittelamerika sind Flora und Fauna Brasiliens von ihrem Artenreichtum her überwältigend. Zwar fehlen in Südamerika die ganz grossen Tiere der Alten Welt - Elefanten, Nashörner, Giraffen u.ä. - aber die Vogelwelt ist unbeschreiblich. Vor allem Papageien und Tukane sind bedeutend. Großkatzen und Tapire. Krokodile und Seekühe repräsentieren die grossen Tiere.

Die gewaltigen Iguacu-Wasserfälle im Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay

Eines der bedeutendsten Naturwunder Brasiliens sind die Iguacu-Wasserfälle. Sie sind ungleich grösser als die Niagara-Fälle - die Ehefrau des amerikanischen Präsidenten Roosevelt soll ihren Anblick kommentiert haben mit den Worten "Poor Niagara" - armselige Niagarafälle.

Die Iguacu-Fälle sind übrigens touristisch hervorragend erschlossen - genau wie bei den Niagara-Fällen, dem australischen Ayers-Rock u.a. Naturwundern sind moderne Aussichtsplattformen installiert, die man aber auf den romantischen Bilder scheinbar unberührter Wildnis nicht gerne zeigt.

Der höchste Berg (der Pico da Neblina) ragt fast 3000 m hoch, aber der bekannteste, man kann durchaus sagen: der berühmteste ist der Corcovado, der mit seinen 710 m einen spektakulären Blick über Rio de Janeiro bietet. Auf diesem Berg steht die berühmte Christus-Statue (sie steht also nicht, wie viele Leute glauben, auf dem Zuckerhut).

Die Hauptstadt ist allerdings nicht etwa das bekannte Rio de Janeiro mit Zuckerhut und Copacabana (siehe das Foto oben), sondern Brasilia, eine Stadt für die Zukunft, erst ab 1960 auf die grüne Wiese oder richtiger: in den grünen Urwald gebaut (die Grundsteinlegung erfolgte zwar schon 1922, aber noch 1956 befand sich die Gegend weitab von der Zivilisation. 1960 wurde die Planstadt dann als neue Hauptstadt - vorher Rio de Janeiro - eingeweiht).

Seit 1987 steht die ungewöhnliche Stadt auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und 2008 war sie die Kulturhauptstadt Amerikas.
B
rasilien wird zusammen mit Russland, Indien, China und Südafrika wird gerne zu den BRICS-Staaten gezählt unter denen die sog. Schwellenländer verstanden werden, also Länder, die an der Schwelle zum entwickelten Industriestaat stehen.

Die wirtschaftlich bedeutendste Metropolregion Brasiliens ist weder Rio de Janeiro noch Brasilia, sondern São Paulo im Südosten Brasiliens. Die Stadt ist nur 80 Kilometer vom Atlantik entfernt und hat etwa 20 Millionen Einwohner (Metropolregion).

Die sozialen Probleme in diesem Land sind riesig. Auch ökologisch steht vieles nicht zum Besten. Nach jahrzehntelamgem Raubbau am Regenwald zur Gewinnung von Tropenholz hat sich jetzt ein neuer Problembereich aufgetan:

Grosse Flächen der ursprünglichen Wälder werden gerodet, um PalmÖl zu gewinnen. Wir schreiben hier mehr zu diesem Verbrechen.

Politisch ist Brasilien eine Präsidiale Bundesrepublik. Die "Föderative Republik Brasilien" wie der vollständige Name lautet, hat mit 10 der (ausser Brasilien) 12 südamerikanischen Länder eine gemeinsame Grenze; der gesamte Osten grenzt an den Atlantik

Fast 200 Millionen Einwohner machen das Land zum bevölkerungsreichsten Südamerikas - aber verglichen mit der Landfläche ist das nicht übermässig viel: Das viel weniger als halb so grosse Indien hat etwa sechsmal so viele Einwohner.

In Brasilien wird portugiesisch gesprochen, aber so wie sich auch britisches und amerikanisches Englisch unterscheiden, gibt es auch Unterschiede zwischen dem Portugiesisch der Europäer und dem der Brasilianer.

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Unter der Algarve versteht man die Südküste Portugals

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